Archiv für die Kategorie ‘Analoge Fotografie’

Kunstcharakter der Fotografie

September 5, 2008

Als Fotografie (ältere Schreibweise: Photographie; von griechisch: phos Licht und graphein schreiben, zeichnen) bezeichnet man ein technisches Verfahren, bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Bild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort dauerhaft gespeichert wird; das dauerhafte Bild, umgangssprachlich kurz Foto oder Abzug genannt, das durch fotografische Verfahren hergestellt wird.

Klassische fotografische Techniken erzeugen dauerhafte Bilder durch eine Kombination optischer, mechanischer und chemischer Verfahren, moderne Verfahren verwenden ergänzend oder alternativ Mechanismen der Elektronik und Computertechnik.

Die Fotografie ist ein Medium, das zahlreiche Dimensionen aufweist; fotografische Abbildungen können beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem (Künstlerische Fotografie) oder primär kommerziellem Charakter sein (Industrie-, Werbe– und Modefotografie). Die Fotografie weist neben der künstlerischen Dimension auch eine technische (Fototechnik), ökonomische (Fotowirtschaft) und gesellschaftliche-soziale (Amateur-, Arbeiter- und Dokumentarfotografie) Dimension auf.

Die Fotografie ist teilweise ein Gegenstand der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte; der Kunstcharakter der Fotografie war jedoch lange Zeit umstritten, wird jedoch seit einigen Jahren zunehmend anerkannt. Einige Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu (z.B. Werner Faulstich), jedoch ist auch diese Zuordnung umstritten. Fotografie kann als Ausbildungsberuf (Fotograf), jedoch auch an Kunstakademien und Fachhochschulen oder autodidaktisch (Fotodesigner) erlernt werden (sieh Fotografische Organisationen).

Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten; zugespitzt formuliert D. Pawek: „Der Fotograf bringt kein neues Sein in die Welt, es macht das vorhandene nur sichtbar. Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie“.

Auch der Fotograf Henri Cartier-Bresson sieht die Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Handwerk: „Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen“.

Entwicklungen aus den letzten Jahren deuten jedoch darauf hin, dass Fotografie zunehmend als vollwertige Kunstform akzeptiert wird; Indikatoren für diese Entwicklung sind die wachsende Anzahl von Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen für Fotografie, die Zunahme der Professuren für Fotografie sowie nicht zuletzt der gestiegene Wert von Fotografien in Kunstauktionen und Sammlerkreisen.

Canon F-1 Kamera

September 5, 2008

Die Canon F-1 New kam 1981 auf den Markt und wurde etwa bis zum Jahr 1988 gebaut. Die F-1 New kam ziemlich genau 10 Jahre nach der „alten“ Canon F-1 auf den Markt und wurde nach den Wünschen und Anforderungen der Profifotografen entwickelt.

Oberstes Ziel dabei war, eine extrem solide Kamera zu bauen, die Vorteile und Qualitäten der alten F-1 zu übernehmen aber auch die Möglichkeiten neuer Fertigungsverfahren, Materialien und Techniken einfließen zu lassen. In ein grundsolides Gehäuse (Top- und Bodenkappe aus massivem Messing, Innenleben aus Aluminium-Druckguss) wurde all das integriert was für den täglichen – und vor allem jahrelangen Einsatz notwendig ist.

Das Ergebnis ist eine sehr konservative Profikamera, die bei ihrem Erscheinen heftigste Diskussionen auslöste und viele innige Freunde aber auch viel Ablehnung erlebte.

Die F-1 New definierte den Begriff der Modularität im KB-Kamerabau neu. – Die F-1 New ist im wahrsten Sinne als Baukasten aufgebaut, der dem Anwender/der Anwenderin erlaubt, die Kamera nach individuellsten Wünschen zusammenzustellen. Die Kamera wurde in ein umfangreiches Zubehörsystem, bestehend aus Wechselsuchern, Antrieben, Rückwänden, Blitzgeräten, Fernsteuerzubehör und vor allem vielen, vielen Objektiven integriert.

Die F-1 New war Canons-Topmodell der Non-AF-Kamerageneration mit dem FD-Objektivbajonett. – Mit der Einführung von Autofokus in Canon-SLR-Kameras und wurde das FD-Bajonett durch das EF-Bajonett abgelöst. Die F-1 New wurde im Zuge dessen 1988 durch die Canon EOS 1 als neues Profi-Topmodell abgelöst.

Der Verschluss der Canon F-1 New ist ein sogenannter Hybrid-Verschluss, mit ultradünnen Titan-Rollos, der horizontal abläuft. Hybrid deshalb, da dieser Verschluss sowohl mechanisch, als auch elektronisch gesteuert wird und damit auch ohne Batteriestrom noch arbeitet. Dabei werden die kurzen Zeiten (1/2000 bis 1/90 Sek.) mechanisch und die langen Zeiten (1/60 bis 8 Sekunden) elektronisch gesteuert. Die Verschlusszeit wird „klassisch“ über einen Verschlusszeitenknopf auf der Oberseite der Kamera eingestellt. Die manuellen Verschlusszeiten sind über diesen Knopf von 8 bis 1/2000 Sek. einstellbar (plus X und B). Bei Zeitautomatik (Stellung A auf dem Verschlusszeitenknopf, allerdings nur mit Sucher AE-FN) steuert die Kamera Verschlusszeiten von vollen 8 Sekunden bis zur 1/2000 Sekunde. Die Blitzsynchronzeit beträgt 1/90 Sekunde.