Unternehmensgeschichte von Kodak

By Konrad

Kodak stellte bereits früh Rollfilme und ab 1888 auch industriell gefertigte Fotoapparate her, darunter die Kodak Nr. 1, den Brownie sowie später den Instamatic), die auch von Amateuren, nicht nur von Berufsfotografen, einfach bedient werden konnte; Kodak machte so die Fotografie in den USA zu einer populären Freizeitbeschäftigung.

1927 übernahm Kodak den Filmhersteller Glanzfilm AG in Berlin-Köpenick sowie Ende 1931 auch das Stuttgarter Kamerawerk Dr. August Nagel; die in Deutschland gefertigten Kameras trugen daher in der Anfangszeit den Zusatz Dr. Nagel-Werk Stuttgart.

Ab Mitte der 1930er Jahre wirbt Kodak in Prospekten – wohl um antiamerikanischen Ressentiments entgegenzutreten – mit Aussagen wie „Deutsch die Kamer“, rühmt sich, „1500 Volksgenossen Arbeit und Brot zu geben“ und behauptet, nur „beste einheimische Rohstoffe“ zu verarbeiten. Ab 1940 stellt das Kodakwerk in Stuttgart dann auf Rüstungsproduktion um.

Die von Kodak 1935 eingeführten Farbdiafilme der Kodachrome-Serie setzten über Jahrzehnte hinweg den Qualitätsstandard; sie werden zunächst als 8-mm-Schmalfilm sowie ab 1936 auch als 35-mm-Kleinbildfilm konfektioniert.

Später eingeführte Marken für fotografische Filme sind unter anderem die Ektachrome-Diafilme nach dem Kodak E6-Entwicklungsprinzip, die Kodacolor-Negativfilme für Papierabzüge sowie Ende des 20. Jahrhunderts die Farbwelt-Negativfilme.

Nachdem ein Patent-Streit mit Polaroid verloren wurde, gab Kodak den Markt für Sofortbildkameras am 9. Januar 1986 auf. Das in den 1980er Jahren von Kodak maßgeblich mit eingeführte kompakte Kodak Disc-System entwickelte sich zu einem Misserfolg; heute gibt es weder Disc-Materialien, noch können Abzüge von Disc-Negativen angefertigt werden.

Im Digitalfotobereich war Kodak mit der Kodak Photo CD (1992 und später mit der Kodak Picture Disc einer der Vorreiter. Dessen ungeachtet, hat die Firma unter den stark rückläufigen Verkäufen ihrer Analogfilme schwer zu leiden. In Deutschland wurden 2004 alle firmeneigenen Großlabors veräußert – gefolgt von baldigem Konkurs -, Personal wird weltweit abgebaut.

Anfang 2004 kündigte Kodak an, den Verkauf von Kameras des gerade erst in den 1990er Jahre aufwändig eingeführten Advanced Photo Systems (APS) einzustellen und Kleinbildkameras nicht mehr in Nordamerika und Westeuropa anbieten zu wollen, um sich stärker auf den Markt der digitalen Fotogeräte konzentrieren zu können.

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