Als Fotografie (ältere Schreibweise: Photographie; von griechisch: phos Licht und graphein schreiben, zeichnen) bezeichnet man ein technisches Verfahren, bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Bild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort dauerhaft gespeichert wird; das dauerhafte Bild, umgangssprachlich kurz Foto oder Abzug genannt, das durch fotografische Verfahren hergestellt wird.
Klassische fotografische Techniken erzeugen dauerhafte Bilder durch eine Kombination optischer, mechanischer und chemischer Verfahren, moderne Verfahren verwenden ergänzend oder alternativ Mechanismen der Elektronik und Computertechnik.
Die Fotografie ist ein Medium, das zahlreiche Dimensionen aufweist; fotografische Abbildungen können beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem (Künstlerische Fotografie) oder primär kommerziellem Charakter sein (Industrie-, Werbe– und Modefotografie). Die Fotografie weist neben der künstlerischen Dimension auch eine technische (Fototechnik), ökonomische (Fotowirtschaft) und gesellschaftliche-soziale (Amateur-, Arbeiter- und Dokumentarfotografie) Dimension auf.
Die Fotografie ist teilweise ein Gegenstand der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte; der Kunstcharakter der Fotografie war jedoch lange Zeit umstritten, wird jedoch seit einigen Jahren zunehmend anerkannt. Einige Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu (z.B. Werner Faulstich), jedoch ist auch diese Zuordnung umstritten. Fotografie kann als Ausbildungsberuf (Fotograf), jedoch auch an Kunstakademien und Fachhochschulen oder autodidaktisch (Fotodesigner) erlernt werden (sieh Fotografische Organisationen).
Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten; zugespitzt formuliert D. Pawek: „Der Fotograf bringt kein neues Sein in die Welt, es macht das vorhandene nur sichtbar. Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie“.
Auch der Fotograf Henri Cartier-Bresson sieht die Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Handwerk: „Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen“.
Entwicklungen aus den letzten Jahren deuten jedoch darauf hin, dass Fotografie zunehmend als vollwertige Kunstform akzeptiert wird; Indikatoren für diese Entwicklung sind die wachsende Anzahl von Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen für Fotografie, die Zunahme der Professuren für Fotografie sowie nicht zuletzt der gestiegene Wert von Fotografien in Kunstauktionen und Sammlerkreisen.
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